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Samstag, 21. Oktober 2017

Glossar

ABS

Bei Asset-Backed-Securities handelt es sich um eine Form der Finanzierung, bei der Forderungsbestände eines Unternehmens auf eine Spezialgesellschaft übertragen werden, welche sich über die Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt refinanziert.

Angebots-/Preisabsprachen

Hierbei handelt es sich um unbezahlte Kundenrechnungen. Diese offenen Forderungen belasten die Unternehmensliquidität. Durch hohe Forderungsbestände erhöht sich die Bilanzsumme.

Aussenstände

Hierbei handelt es sich um unbezahlte Kundenrechungen. Diese offenen Forderungen belasten die Unternehmensliquidität. Durch hohe Forderungsbestände erhöht sich die Bilanzsumme.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko bezeichnet ein Risiko des vollständigen oder teilweisen Forderungsverlustes durch die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners.

Bonität

Synonym für Kreditfähigkeit; d. h. die Fähigkeit des Schuldners, seine Kreditverpflichtungen in der Zukunft zu erfüllen.

Credit Enhancement

Verbesserung der Kreditqualität eines Forderungsbestandes bei ABS-Transaktionen durch Hineinnahme zusätzlicher, flankierender Sicherheiten.

Cyberkriminalität

Verwendung von Informationstechnologien für wirtschaftskriminelle Handlungen, auch Computerkriminalität genannt (inkl. Virus, Hacker, Informationsdiebstahl).

Delkredere

Die Haftung des Factors gegenüber den Gläubigern für vollständigen oder teilweisen Forderungsverlust durch die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners. Die Zahlungsunfähigkeit besteht dann, wenn nach einer festgelegten Frist, ohne besonderen Nachweis, der Schuldner nicht zahlt oder Einwände gegen seine Zahlungspflicht erhebt.

Exposure at default (EAD)

Ein Faktor der Risikobeurteilung beim internen Rating durch die Bank. Er stellt die Höhe der Forderung zum Zeitpunkt des Kreditausfalls dar.

Factoring

Forderungsverkauf an ein Factoringunternehmen. Durch Forderungsverkauf überträgt man das Delkredererisiko an die Factoringbank. Der Factor bezahlt die eingereichten Rechnungen und verschafft dem Unternehmen sofortige Liquidität.

Factoringinstitut (Factor)

Dies ist der Anbieter der komplexen Finanzdienstleistung Factoring. Er kauft die Forderungen seinen Klienten ab und übernimmt somit das Risiko des Forderungsausfalls. Die deutschen Factoringinstitute bieten ihren Kunden nicht nur Standardfactoring an, sondern sie richten sich nach dem Bedarf der Kunden.

Forfaitierung

Forfaitierung ist die Übertragung von Forderungen aus Exportgeschäften inklusive aller Risiken (meist Verkauf an Auslandsbanken).

Haircuts

Um Wertschwankungen (z. B. von Wertpapieren) zu berücksichtigen, nimmt die Bank Wertabschläge auf Sicherheiten des Kreditnehmers vor. Die Methode des umfassenden Sicherheitsansatzes bei der Anrechung von Sicherheiten auf die Risikogewichtung.

Internal Rating

Mit Hilfe von internen Ratings nimmt die kreditgebende Bank eine Bewertung der Bonität des Kreditnehmers vor.

IRB-Ansatz

Die kreditgebende Bank führt eine Bewertung der Bonität des Kreditnehmers durch.

Kreditbetrug

Angabe von unrichtigen oder unvollständigen Daten, im Rahmen eines Kreditvertrages. Dadurch erfolgt eine falsche Beeinflussung bei der Kreditentscheidung.

Kreditrisiko

Das Risiko von Verlusten infolge des Ausfalls eines Gläubigers.

Laufzeitenkongruenz

Die Laufzeiten der durch den Kreditnehmer eingebrachten Sicherheiten sollen mindestens den Laufzeiten des zu Grunde liegenden Kredits entsprechen. Ist dies nicht der Fall (Laufzeiten-Inkongruenz), so wird das Risiko von der Bank höher gewichtet.

Loss given default (LGD)

Stellt einen Faktor der Risikogewichtung dar, den die Bank beim internen Rating einbezieht. Er bezeichnet Höhe des Kreditausfallverlusts unter Berücksichtigung von Sicherheiten, Garantien und Kreditderivaten.

Marktrisiko

Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, das durch eine Veränderung von Marktvariablen (z. B. Zinssätze, Aktienkurse) entsteht. Ebenfalls als Marktrisiko gilt das Risiko von Verlusten, das bei ungünstiger Preisentwicklung in Handelspositionen entsteht.

Maturity

Bezeichnet die Laufzeit bzw. Restlaufzeit eines Kredits. Es handelt sich – nur im erweiterten Ansatz – um einen Faktor der Risikogewichtung beim internen Rating durch die Bank.

Multi-Seller Conduit

Spezialgesellschaft, die der Aufnahme mehrerer ABS-Transaktionen gleichzeitig dient.

Netting

Beschreibt die Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus verschiedenen Geschäften zwischen zwei Geschäftspartnern, unter der Berücksichtigung von modernen Finanzinstrumenten im Risikoansatz.

Operationelles Risiko

Beschreibt die Gefahr von direkten oder indirekten Verlusten, die durch unzulängliche oder versagende interne Verfahren, Mitarbeiter oder Systeme in der Bank bzw. durch bankexterne Ereignisse entstehen.

Probability of Default (PD)

Beschreibt einen Faktor der Risikogewichtung beim internen Rating durch die Bank, nämlich die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredits.

Rating

Analystenurteil zur Einschätzung der Zahlungsfähigkeit eines Schuldners durch Banken oder sogenannten Ratingagenturen, anhand von eigenen vordefinierten Kriterien.

ROI

ROI – Return on Investment – ist eine Kennzahl für die Gesamtkapitalrentabilität, mit deren Hilfe man sowohl die Rendite von investiertem Kapital als auch die Rückflussdauer bestimmen kann.

Shareholder value

Stellt den Wert des Unternehmens für die Anteilseigner dar. Ziel hierbei ist eine Steigerung des Börsenkurses bzw. des Unternehmens. Maßstab ist die Mehrung des Aktionärsvermögens.

Stakeholder value

Dies ist der Wert, den das Unternehmen für Geschäftspartner, Kreditgeber, Lieferanten, Kunden, Fiskus und alle, die direkt oder indirekt von der Tätigkeit des Unternehmens betroffen sind, darstellt.

Standard approach

Beschreibt eine Standardmethode der Bank  zur Risikogewichtung. Die Bank berücksichtigt hierbei eine Bewertung des Kreditnehmers, die durch eine externe staatliche oder private Ratingagentur erfolgt.

unterschlagung / Veruntreuung

Die rechtswidrige Aneignung einer fremden, beweglichen Sache, die sich in eigenem Besitz/Gewahrsam befindet oder eine Pflichtverletzung bei der Betreuung fremder Vermögensinteressen.

Value Reporting

Bezeichnet das Unternehmensberichtswesen. Es ist gleichzeitig an externe (z. B. Public Relation) und interne (z. B. Management) Empfänger gerichtet. Diese Berichterstattung ist auf den inneren (nicht materiellen) Unternehmenswert abgestellt und geht über die gesetzlich vorgeschriebene Berichterstattung hinaus.

Verbriefung

Hierbei werden Kreditforderungen oder Verbindlichkeiten in Wertpapiere bei einem Verkauf an Dritte mit einbezogen.

Vermögensdelikte

Das sind strafbare Handlungen, die sich gegen das Vermögen richten.

Vertrauensschaden

Dies sind Schäden, die dem Unternehmen durch eigene Mitarbeiter entstehen.

Vertrauensschadenversicherung

Zur Vorsorge gegen Vermögensschäden, die durch Mitarbeiter oder Dritte entstanden sind.

Vier-Augen-Prinzip

Kontrolle von Vorgängen durch mindestens zwei Personen.

Wirtschaftskriminalität

Damit werden alle Straftaten bezeichnet, die einen Verstoß gegen die Gesetze zur Regelung des Wirtschaftslebens darstellen. Der Begriff umfasst Steuer-, Insolvenz-, Börsen-, Bilanz- und Buchführungsdelikte, Scheckbetrug, Industriespionage oder Kreditbetrug.

Zahlungserfahrung

Die Kenntnis um die durchschnittliche Dauer bis zur Bezahlung offener Rechnungen.

"Der stetige Wandel ist die einzige Konstante unserer Zeit."