Glossar - ABS
- Bei Asset-Backed-Securities handelt es sich um eine Form der Finanzierung, bei der Forderungsbestände eines Unternehmens auf eine Spezialgesellschaft übertragen werden, welche sich über die Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt refinanziert.
- Angebots-/Preisabsprachen
- Unerlaubte Absprache zwischen Unternehmen, Personen oder öffentlichen Institutionen über Angebote/Preise, um gegenüber Konkurrenten Vorteile zu erlangen. (Kartellbildung)
- Außenstände
- Hierbei handelt es sich um unbezahlte Kundenrechungen. Diese offenen Forderungen belasten die Unternehmensliquidität. Durch hohe Forderungsbestände erhöht sich die Bilanzsumme.
- Ausfallrisiko
- Das Ausfallrisiko bezeichnet ein Risiko des vollständigen oder teilweisen Forderungsverlustes durch die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners.
- Bonität
- Synonym für Kreditfähigkeit; d. h. die Fähigkeit des Schuldners, seine Kreditverpflichtungen in der Zukunft zu erfüllen.
- Credit Enhancement
- Verbesserung der Kreditqualität eines Forderungsbestandes bei ABS-Transaktionen durch Hineinnahme zusätzlicher, flankierender Sicherheiten
- Cyberkriminalität
- Verwendung von Informationstechnologien für wirtschaftskriminelle Handlungen, auch Computerkriminalität genannt (inkl. Virus, Hacker, Informationsdiebstahl).
- Delkredere
- Die Haftung des Factors gegenüber den Gläubigern für vollständigen oder teilweisen Forderungsverlust durch die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners. Die Zahlungsunfähigkeit besteht dann, wenn nach einer festgelegten Frist, ohne besonderen Nachweis, der Schuldner nicht zahlt oder Einwände gegen seine Zahlungspflicht erhebt.
- Exposure at Default (EAD)
- Ein Faktor der Risikobeurteilung beim internen Rating durch die Bank. Er stellt die Höhe der Forderung zum Zeitpunkt des Kreditausfalls dar.
- Factoring
- Forderungsverkauf an ein Factoringunternehmen. Durch Forderungsverkauf überträgt man das Delkredererisiko an die Factoringbank. Der Factor bezahlt die eingereichten Rechnungen und verschafft dem Unternehmen sofortige Liquidität.
- Factoringinstitut (Factor)
- Dies ist der Anbieter der komplexen Finanzdienstleistung Factoring. Er kauft die Forderungen seinen Klienten ab und übernimmt somit das Risiko des Forderungsausfalls. Die deutschen Factoringinstitute bieten ihren Kunden nicht nur Standardfactoring an, sondern sie richten sich nach dem Bedarf der Kunden.
- Forfaitierung
- Forfaitierung ist die Übertragung von Forderungen aus Exportgeschäften inklusive aller Risiken (meist Verkauf an Auslandsbanken).
- Haircuts
- Um Wertschwankungen (z. B. von Wertpapieren) zu berücksichtigen, nimmt die Bank Wertabschläge auf Sicherheiten des Kreditnehmers vor. Die Methode des umfassenden Sicherheitsansatzes bei der Anrechung von Sicherheiten auf die Risikogewichtung.
- Internal Rating
- Mit Hilfe von internen Ratings nimmt die kreditgebende Bank eine Bewertung der Bonität des Kreditnehmers vor.
- IRB-Ansatz
- Die kreditgebende Bank führt eine Bewertung der Bonität des Kreditnehmers durch.
- Kreditbetrug
- Angabe von unrichtigen oder unvollständigen Daten, im Rahmen eines Kreditvertrages. Dadurch erfolgt eine falsche Beeinflussung bei der Kreditentscheidung.
- Kreditrisiko
- Das Risiko von Verlusten infolge des Ausfalls eines Gläubigers.
- Laufzeitenkongruenz
- Die Laufzeiten der durch den Kreditnehmer eingebrachten Sicherheiten sollen mindestens den Laufzeit des zu Grunde liegenden Kredits entsprechen. Ist dies nicht der Fall (Laufzeiten-Inkongruenz), so wird das Risiko von der Bank höher gewichtet.
- Loss Given Default (LGD)
- Stellt einen Faktor der Risikogewichtung dar, den die Bank beim internen Rating einbezieht. Er bezeichnet Höhe des Kreditausfallverlusts unter Berücksichtigung von Sicherheiten, Garantien und Kreditderivaten.
- Marktrisiko
- Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, das durch eine Veränderung von Marktvariablen (z. B. Zinssätze, Aktienkurse) entsteht. Ebenfalls als Marktrisiko gilt das Risiko von Verlusten, das bei ungünstiger Preisentwicklung in Handelspositionen entsteht.
- Maturity
- Bezeichnet die Laufzeit bzw. Restlaufzeit eines Kredits. Es handelt sich – nur im erweiterten Ansatz – um einen Faktor der Risikogewichtung beim internen Rating durch die Bank.
- Multi-Seller Conduit
- Spezialgesellschaft, die der Aufnahme mehrerer ABS-Transaktionen gleichzeitig dient.
- Netting
- Beschreibt die Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus verschiedenen Geschäften zwischen zwei Geschäftspartnern, unter der Berücksichtigung von modernen Finanzinstrumenten im Risikoansatz.
- Operationelles Risiko
- Beschreibt die Gefahr von direkten oder indirekten Verlusten, die durch unzulängliche oder versagende interne Verfahren, Mitarbeiter oder Systeme in der Bank bzw. durch bankexterne Ereignisse entstehen.
- Probability of Default (PD)
- Beschreibt einen Faktor der Risikogewichtung beim internen Rating durch die Bank, nämlich die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredits.
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"Der stetige Wandel ist die einzige Konstante unserer Zeit." |
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