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Donnerstag, 16. August 2018

Managerhaftung

Der Einsatz der Directors & Officers-Versicherung schützt leitende Angestellte vor der Durchgriffshaftung. Im Falle von Fahrlässigkeit schützt sie gegen den Zugriff auf das persönliche Vermögen.

Am folgenden Szenario erkennen Sie den Nutzen der D&O Versicherung:

Manfred T. ist kaufmännischer Leiter eines mittelständischen Unternehmens mit 100 Mio. Euro Umsatz. Sein geschäftsüblicher Arbeitsvertrag sagt nichts über die Haftung bei Fahrlässigkeit gegenüber den Gesellschaftern oder Dritten aus. Mit über 15 Jahren Betriebszugehörigkeit gehört er quasi zur Familie und die Gesellschafter vertrauen ihm gern.

Nach dem Ausfall seines Stellvertreters und des Prokuristen der Firma muss Manfred T. auch zu produktionstechnischen Abläufen Stellung nehmen und Anweisungen geben. Da ihm kaum noch Zeit für die Aufgaben seiner eigenen Abteilung bleibt, kann er sich nur fallweise informieren. Tiefere Kenntnisse und Know-how zur Produktion fehlen.

Durch die Vorlage zur Entscheidung einer neuen Produktionslinie kalkuliert er die Wirtschaftlichkeit penibel durch und kann dem Prozess zustimmen. Er übersieht jedoch, dass die Mitarbeiter nicht ausreichend für die veränderte Aufgabe geschult sind. Infolgedessen treten in der neuen Linie wiederholt Ausfälle auf, die Qualität sinkt und die Lieferkontrakte können nicht eingehalten werden.

Die Schadenersatzzahlungen summieren sich erheblich, zudem bedrohen Ausfälle das Unternehmen. Nur durchgreifende Maßnahmen der alamierten Gesellschafter schützen vor dem Konkurs. Jedoch sind erhebliche Vermögenswerte vernichtet und viele Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen müssen.

Die Gesellschafter beschließen, Manfred T. wegen seiner fahrlässigen Entscheidung zu verklagen. Zudem tritt die Agentur für Arbeit an Manfred T. heran und bittet um ausführliche Dokumentation, da ein Verstoß gegen das KonTraG vermutet wird. Das KonTraG (Gesetz für Kontrolle und Transparenz in Unternehmen) verlangt, dass gegen Fehlentscheidungen ausreichende Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet werden müssen. Manfred T. soll also für die Belastung des Arbeitsmarktes durch zusätzliche Arbeitslose haften.

Manfred T. konsuliert umgehend seinen Rechtsanwalt. Dieser informiert ihn, dass sowohl Gesetzgeber als auch Gesellschafter im Falle eines Gerichtsurteils Zugriff auf sein vollständiges privates Vermögen haben. Sollte Manfred T. erwägen, sein Vermögen zwischenzeitlich aus der Welt zu schaffen, ist dies sogar strafbar.

Die D&O Versicherung schützt leitende Angestellte vor diesem Haftungsrisiko, indem sie Ansprüche prüft, eventuell rechtlich verteidigt und Prozesskosten wie auch den Haftungsanspruch selbst vollständig bis zur versicherten Summe übernimmt.

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Eine Vordeklaration zur D&O Versicherung
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Auch GmbH Geschäftsführer müssen der Sorgfaltspflicht nachkommen.

Nach § 43 GmbHG haben GmbH Geschäftsführer ebenfalls „die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes“ anzuwenden. Auch wenn es sich bei dem Begriff „Sorgfalt“ um einen unbestimmten Rechtsbegriff handelt, wird man im Straffall auf die Auslegung bestehender Standards zurückgreifen. Solche Standards sind: der § 91 AktG, der Corporate Governance Kodex und der Sarbanes Oxley Act. Auch Basel II spielt in diesem Fall eine Rolle. Der Geschäftsführer ist in der Verpflichtung, eine Kreditverweigerung oder ungünstige Verzinsung abzuwenden.

Verletzt der Geschäftsführer einer GmbH seine Pflichten, ist er genauso mit seinem privaten Vermögen in der persönlichen Haftung wie Vorstände oder Aufsichtsräte einer Aktiengesellschaft

"Der stetige Wandel ist die einzige Konstante unserer Zeit."